© Martin Buschmann

Gemeindebrief

Der Gemeindebrief ist das Mitteilungsblatt der Ev. Kirchengemeinde Hadamar und wird kostenlos an die Gemeindeglieder verteilt. Er erscheint viermal im Jahr und wird vom Kirchenvorstand herausgegeben. Die Auflage beträgt zur Zeit 2500 Exemplare. Für Ideen, Hinweise, oder redaktionelle Beiträge sind wir stets dankbar.

Aktuelle Ausgabe

Gemeindebrief

Der Gemeindebrief wird nicht mit der Post verschickt, sondern von ehrenamtlichen Helfern zu den einzelnen evangelischen Haushalten ausgetragen. Hierdurch spart die Ev. Kirchengemeinde die Portokosten und schont damit den Haushalt. Wir sind den Gemeindebriefausträgern für ihre segensreiche Arbeit sehr dankbar.

Sollten Sie Mitglied der Ev. Kirchengemeinde Hadamar sein und keinen Gemeindebrief erhalten, so können Sie uns gerne ansprechen. In den Gemeindeämtern in Frickhofen und Hadamar und an den Gottesdienstorten liegen auch immer einige Exemplare zum Mitnehmen aus. Oder aber, sie laden ihn sich von dieser Homepage als PDF-Datei herunter - wir weisen allerdings darauf hin, das die Online-Ausgabe aus Datenschutzgründen etwas gekürzt ist, denn der Gesetzgeber verpflichtet uns, auf einige datenschutzrechtliche Richtlinien zu achten. Daher sind wir gezwungen, einige Passagen unkenntlich machen.

Karin Schardt, Maja Gehlhaar, Helmi Müller, Thomas Uecker

Krankheits- oder altersbedingt scheiden leider immer wieder Gemeindebriefausträger aus, so dass die Ev. Kirchengemeinde eigentlich stets auf der Suche nach Menschen ist, die diese Aufgabe übernehmen wollen.

Zur Zeit geht es hierbei um folgende Bezirke (die Bezirke könnten auch geteilt werden):

  • Ellar (ca. 55 Haushalte)
  • Frickhofen (ca. 50 Haushalte)
  • Faulbach und Niederweyer (ca. 25 Haushalte)
  • Hadamar-Kernstadt (ca. 30 Haushalte)

Bei Interesse bitte im Pfarrbüro melden (Tel.: 06433/2357), oder sprechen Sie uns einfach persönlich an!

Sie möchten gerne einen finanziellen Beitrag zur Finanzierung und zum Fortbestehen des Gemeindebriefes leisten? Wir freuen uns sehr und stellen Ihnen selbstverständlich auf Wunsch auch gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Kontoinhaber: Ev. Regionalverwaltung Nassau-Nord
Kennwort: Gemeindebrief Hadamar
IBAN: DE64 5206 0410 0404 1001 74
BIC: GENODEF1EK1
Kreditinstitut: Evangelische Bank, Kassel

Neuer DSV-Vorsitzender setzt auf Verlässlichkeit, Jugendarbeit und Nähe zu den Menschen

Verantwortung in Zeiten des Wandels

Mit Detlef Dern steht seit der Herbstsynode ein neuer Vorsitzender an der Spitze des Dekanatssynodalvorstands (DSV) des Evangelisches Dekanat an der Lahn. In einer Zeit tiefgreifender Umbrüche innerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat er das Amt bewusst übernommen. „In den Zeiten der Neuorientierung der EKHN war mir die Verlässlichkeit im Präsesamt wichtig“, begründet Dern seine Entscheidung. Der Schritt sei ihm nicht leichtgefallen, da er mit einem deutlichen Mehraufwand an Zeit verbunden sei. Umso klarer ist für ihn der Anspruch: Er versteht sich als Stimme der Ehrenamtlichen in den entstehenden Nachbarschaftsräumen.

 

Was der DSV leistet

Der Dekanatssynodalvorstand ist das leitende Gremium des Dekanats. Er gibt die inhaltliche und organisatorische Grundausrichtung kirchlicher Arbeit vor. Für Dern ist dabei entscheidend, dass Prozesse transparent gestaltet werden und die beteiligten Personen mitgenommen werden. Leitung bedeute für ihn nicht, Entscheidungen über Köpfe hinweg zu treffen, sondern Verantwortung gemeinsam zu tragen.

 

 

 

Schwerpunkte: Diakonie, Jugendarbeit und klare Strukturen

Inhaltlich setzt der neue Vorsitzende deutliche Schwerpunkte. Besonders am Herzen liegt ihm die diakonische Arbeit. Dazu zählt für ihn vor allem die Arbeit in den Kindertagesstätten sowie Angebote für sozial benachteiligte Menschen. Gleichzeitig fordert er eine klare Konzentration in der Verwaltung. Doppelstrukturen sollen vermieden werden, und finanzielle Mittel sollen dort ankommen, wo sie unmittelbar den Menschen zugutekommen. „Die Finanzmittel dürfen nicht in der Verwaltung versumpfen“, betont er. Auch die Jugendarbeit spielt für Dern eine zentrale Rolle. Er sieht es als Aufgabe des Dekanats, die vorhandene Fachkompetenz besser in die Fläche zu bringen. Junge Menschen könnten nur dann erreicht werden, wenn Mitarbeitende nicht an einzelne Orte oder an Bürotätigkeiten gebunden seien, sondern mit ihren Angeboten präsent vor Ort arbeiten könnten.

 

Nachbarschaftsräume als Gestaltungsräume

Mit Blick auf die neu entstehenden Nachbarschaftsräume verbindet Dern Chancen und offene Fragen. Diese dürften nicht zu reinen Verwaltungseinheiten werden, sondern müssten das kirchliche Leben in größeren Zusammenhängen neu gestalten. Zugleich sei der Wandel für viele Gemeindeglieder herausfordernd, insbesondere der Abschied vom klassischen Bild der ortsgebundenen Pfarrstelle. Hinzu komme die Frage, ob sich künftig genügend Engagierte für neue Leitungsstrukturen wie Gesamtkirchenvorstände finden lassen. Angesichts sinkender finanzieller und personeller Ressourcen plädiert Dern für Ehrlichkeit und klare Prioritäten. Die Kirche könne nur mit den Mitteln arbeiten, die tatsächlich zur Verfügung stünden. Persönlich setzt er auf Gespräch und Austausch, um Spannungen und unterschiedliche Erwartungen aufzufangen. Leitung verstehe er als dialogischen Prozess.

Geprägt durch jahrzehntelanges Ehrenamt

Geprägt wurde sein Leitungsverständnis durch mehr als vier Jahrzehnte ehrenamtlichen Engagements. Verlässlichkeit sei für ihn ein Schlüsselbegriff: Entscheidungen müssten Bestand haben, um Sicherheit zu geben. Auch nach außen vertrete er Beschlüsse des Gremiums geschlossen – unabhängig von persönlichen Einzelmeinungen. Verantwortung zu übernehmen heiße für ihn auch, zugesagte Aufgaben konsequent umzusetzen. Ausgleich findet Detlef Dern bewusst jenseits von Sitzungen und Terminen. Zeit mit seiner Ehefrau, fernab von ständiger Erreichbarkeit, und Momente der Ruhe in der Natur geben ihm Kraft. „Auf einer Bank in der freien Natur sitzen und den Wolken zuschauen“ – solche Pausen seien wichtig, um neue Energie für das Ehrenamt zu schöpfen.

 

 

Blick nach vorn: Frühjahrssynode als Wegmarke

Sein Blick in die Zukunft ist realistisch und zugleich klar auf die Menschen gerichtet. Entscheidend sei für ihn nicht der Name oder die Struktur des Dekanats, sondern ob kirchliche Angebote in neuen Formen angenommen würden und es gelinge, Menschen weiterhin für Kirche zu gewinnen. „Ich engagiere mich für die Menschen, die im Dekanat leben, und nicht für starre Verwaltungseinheiten“, fasst Dern seine Motivation zusammen.

Bei der anstehenden Frühjahrssynode des Evangelischen Dekanats an der Lahn in Hadamar will Dern diese Linie weiter konkretisieren. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Haushalt für die kommenden Jahre, der Gebäudeentwicklungsplan sowie Berichte aus den Nachbarschaftsräumen. Auch die geplante Diakoniestiftung wird Thema sein. Für Dern sind dies wichtige Weichenstellungen, um Kirche vor Ort verlässlich, sozial engagiert und zugleich strukturell zukunftsfähig aufzustellen.

 

Clemens von Dressler

Referent für Öffentlichkeitsarbeit

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